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Investor Relations  
 
Südzucker-Aktie
Kurs-/Wertentwicklung
 


Kapitalmarktumfeld und Kursentwicklung

Kapitalmarktumfeld | Angeregt durch steigende Ergebnisprognosen deutscher Unternehmen im Gefolge starken Wirtschaftswachstums, setzten DAX und MDAX nach einer Schwächephase im März 2007 zunächst zu einem Höhenflug auf Rekordstände im Juli 2007 an. Die dann einsetzende Krise im Markt für zweitklassige US-Hypothekenkredite (sogenannte Subprime Mortgages) und die damit einhergehende Schwäche des US-Immobilien-Marktes sorgten jedoch für eine Kurskorrektur an den US-amerikanischen und europäischen Börsen. Die US-Hypothekenkrise weitete sich im 2. Halbjahr 2007 zu einer weltweiten Kreditkrise aus, in deren Zuge internationale Banken zu teilweise massiven Abschreibungen ihrer Kreditportfolios gezwungen wurden. Die US-amerikanische Notenbank und die Europäische Zentralbank (EZB) versuchten, über Liquiditätszuschüsse und die Senkung von Leitzinsen der Kreditverknappung entgegenzuwirken. Die Kreditverknappung und die Befürchtung sinkender Konsumausgaben in den USA schürten Ängste vor einer weltweiten Rezession, die für anhaltende Verunsicherung auf den globalen Kapitalmärkten sorgte. Die deutschen Aktienindizes bewegten sich bei sehr hoher Volatilität (Kursschwankungen) in der zweiten Jahreshälfte 2007 seitwärts (DAX) bzw. abwärts (MDAX), bevor zu Jahresbeginn 2008, begleitet von Spekulation und Kurslimitunterschreitungen, crash-artige Kurseinbrüche einsetzten. DAX und MDAX zeigten sich Ende Februar 2008 wieder etwas erholt. Im Südzucker-Geschäftsjahr 2007/08 entwickelten sich DAX und MDAX mit +0,5 % bzw. -6,2 % leicht positiv bzw. negativ und notierten per 29. Februar 2008 bei 6.748,13 respektive 9.093,54 Punkten.

Kursentwicklung der Südzucker-Aktie | Die Kursentwicklung unserer Aktie bewegte sich im Geschäftsjahr 2007/08 im Spannungsfeld aus Belastungen der europäischen Zuckermarktreform, Verbesserungen dieser Reform durch die EU-Kommission im Oktober 2007 und den durch die US-Hypothekenkrise ausgelösten Rezessionsängsten an den internationalen Finanzmärkten. Ausgehend von 15,97 € je Aktie am 28. Februar 2007 (Schlusskurs Geschäftsjahr 2006/07) gab die Südzucker-Aktie, vor dem Hintergrund der Bekanntgabe einer Geschäftswertanpassung, gegen den Markttrend zunächst deutlich nach und notierte im März 2007 zwischenzeitlich unter 14 €.

Im Anschluss zog die Südzucker-Aktie deutlich an und erreichte den Jahreshöchstkurs von 16,66 € am 12. Juli 2007. Eine zweite Kurskorrektur setzte Ende Juli unter dem Eindruck der einsetzenden US-Hypothekenkrise ein. Die positive Entscheidung zur Durchführung der sogenannte "Reform der Reform" der Zuckermarktordnung Anfang Oktober 2007 verlieh unserer Aktie Impulse und sorgte für einen Kursaufschwung auf 16,08 € Anfang Januar 2008. Den von der Subprime-Krise am 10. Januar 2008 ausgelösten Turbulenzen an den europäischen, asiatischen und US-amerikanischen Börsenplätzen konnte sich unsere Aktie nicht entziehen und korrigierte bei erhöhten Kursschwankungen, jedoch weniger stark als DAX und MDAX. Das Südzucker-Papier erholte sich von 13,41 € am 23. Januar 2008 und ging am Geschäftsjahresende 29. Februar 2008 mit einem Jahresschlusskurs von 14,50 € (XETRA) aus dem Handel.
Das Zusammentreffen der beschriebenen makroökonomischen und branchenspezifischen Faktoren rief bei der Südzucker-Aktie eine gegenüber Vorjahr höhere absolute Volatilität hervor. Relativ zum MDAX jedoch war die Kursentwicklung, einem langjährigen historischen Trend folgend, stabil (Beta-Faktor 0,71, Vorjahr 0,78).

Die Südzucker-Aktie holte im 4. Quartal den Performance-Rückstand zum MDAX auf und erzielte im gesamten Betrachtungszeitraum schließlich die gleiche Wertentwicklung wie der MDAX. Unter Berücksichtigung der Dividendenzahlung von 0,55 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2006/07 gab die Südzucker-Aktie im Geschäftsjahr 2007/08 um 5,8 % nach. Der Vergleichsindex MDAX verlor im gleichen Zeitraum 6,2 %.

Langfristige Wertentwicklung

Langfristig orientierte Anleger konnten ungeachtet der jüngsten Turbulenzen auf den Finanzmärkten weiterhin von einer nachhaltigen Strategie der Südzucker AG und der vergleichsweise stabilen Wertentwicklung der Aktie profitieren. Ein Anleger, der am 1. März 1988, dem Geschäftsjahresbeginn nach der Fusion mit der Zuckerfabrik Franken, einen Anlagebetrag von 10.000 € in den Erwerb von 1.589 Stück Südzucker-Aktien zu einem Kurs von umgerechnet 6,29 € je Aktie investierte, die Bardividenden (ohne Steuergutschrift) in neue Aktien anlegte und sich an Kapitalerhöhungen ohne Einbringung zusätzlicher Mittel beteiligte, erwirtschaftete zum 29. Februar 2008 einen Vermögenszuwachs von 579 % bei einem Depotwert von 67.909 € . Ein Depot von Südzucker-Aktien erzielte damit eine jährliche Durchschnittsrendite von 10,0 %, etwas unterhalb der vergleichbaren MDAX-Rendite von 11,3 %; die langfristige Wertentwicklung im Vergleich zum DAX (Durchschnittsrendite von 9,6 % p. a.) fällt, bei einer vergleichsweise geringeren Volatilität, besser aus.

 
       
 
   
  1) Basis: Kassakurse Parkett Frankfurter Wertpapierhandelsbörse.