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Investor Relations  
 
Geschäftsbericht 2007/08 Kurzfassung
Ertrags-, Finanz-, und Vermögenslage
 

Umsatz und operatives Ergebnis Konzern

Umsatz | Im Geschäftsjahr 2007/08 lag der Konzernumsatz mit 5.780 (5.765) Mio. € auf Vorjahresniveau.

Operatives Ergebnis | Das operative Konzernergebnis ging um 44 % auf 233 (419) Mio. € zurück. Dieser Rückgang ist geprägt von den Umwälzungen im europäischen Zuckergeschäft, die zu der erwartet drastischen Verringerung des operativen Ergebnisses im Segment Zucker führten. Im Segment Spezialitäten hingegen konnte eine klare Ergebnissteigerung erreicht werden. Bereinigt um den Ergebnisbeitrag aus der Geschäftsjahresangleichung im Vorjahr lag auch das Segmentergebnis Frucht über Vorjahr.

Ergebnis der Betriebstätigkeit | Das Ergebnis der Betriebstätigkeit in Höhe von 189 (-129) Mio. € setzt sich aus dem operativen Ergebnis von 233 (419) Mio. € und dem Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen von -44 (32) Mio. € zusammen, das von dem Kapazitätsabbau im Zuckersektor gekennzeichnet ist. Im Vorjahr mussten wir den sich abzeichnenden Quotenreduzierungen durch Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte von 580 Mio. € Rechnung tragen.

Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen | Vom Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen in Höhe von -44 Mio. € entfallen -20 Mio. € auf das Zuckersegment. Im Bereich Spezialitäten betrifft das Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen in Höhe von -19 (141) Mio. € die Vorlaufaufwendungen der Bioethanolanlagen in Belgien und Österreich sowie den Gewinn aus dem Verkauf des Endverbrauchergeschäftes (Bottling-Aktivitäten) der Ryssen-Gruppe. Im Segment Frucht enthält das Restrukturierungsergebnis mit -5 (0) Mio. € Kosten für die Werksschließung der AGRANA Fruit Bohemia s.r.o. in Kaplice/Tschechien.

Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen stieg auf 23 (1) Mio. € und beinhaltet hauptsächlich das anteilige Ergebnis von Eastern Sugar B.V.

Finanzergebnis | Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um 6 Mio. € auf -93 (-99) Mio. € verbessert. Die Zunahme der Zinsaufwendungen aufgrund gestiegener Zinsen und einer höheren Durchschnittsverschuldung konnte durch Kursgewinne aus Wertpapierverkäufen sowie gestiegene Beteiligungserträge mehr als ausgeglichen werden.

Konzern-Jahresüberschuss | Das Geschäftsjahr 2007/08 schließt angesichts des schwierigen Marktumfelds mit einem zufriedenstellenden Konzern-Jahresüberschuss von 100 Mio. € nach einem Konzern-Jahresfehlbetrag von 246 Mio. € im Vorjahr. Die sonstigen Minderheitenanteile am Konzernjahresüberschuss betreffen überwiegend die Miteigentümer der AGRANA- und der CropEnergies-Gruppe.

Finanzierungsrechnung Konzern

Cashflow | Der Cashflow erreichte 498 Mio. € nach 554 Mio. € im Vorjahr. Die Finanzierungserfordernisse aus der Zunahme des Working Capital von 692 Mio. € resultieren aus einem Aufbau der Zuckerbestände um 170.000 t infolge der großen Ernte und der unterbliebenen Marktrücknahme durch die EU. In den Segmenten Spezialitäten und Frucht stiegen die Vorräte preis- und mengenbedingt; z. T. wurden wegen der volatilen Preisentwicklung die Rohwarenbestände zur Preisabsicherung erhöht. Die im Vorjahr erworbene Zusatzquote war zur Zahlung vor Ende Februar 2008 fällig. Der Anspruch auf die Umstrukturierungsbeihilfe von 305 Mio. € kommt zu 40 % im Juni 2009 und zu 60 % im Februar 2010 zur Auszahlung. Daneben haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöht, was auf die deutlich gestiegenen Zuckerverkäufe in den italienischen und griechischen Markt zurückzuführen ist.

Investitionen | Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Zusatzquote) im Konzern beliefen sich auf 494 (378) Mio. €. Auf das Segment Zucker entfielen 139 (139) Mio. €, auf Spezialitäten 312 (190) Mio. € und auf Frucht 43 (48) Mio. €. Die Investitionen in Zusatzquoten betrugen 3 (159) Mio. € und betrafen im laufenden Geschäftsjahr ausschließlich Tschechien.

Bilanz

Die Bilanzsumme liegt mit 7.917 (7.932) Mio. € auf Vorjahrsniveau. Mit 42 (42) % besteht unverändert eine solide Eigenkapitalquote.

Der Anstieg der langfristigen Vermögenswerte um 312 Mio. € auf 4.263 Mio. € resultiert überwiegend aus den Forderungen an den Umstrukturierungsfonds. Den hohen Investitionen in die Bioethanolanlagen, die zu einem Anstieg der Sachanlagen führten, steht der Abgang von erworbenen Zusatzquoten aus den immateriellen Vermögenswerten im Rahmen der Quotenrückgabe gegenüber. Die kurzfristigen Vermögenswerte sind um 327 Mio. € auf 3.654 Mio. € zurückgegangen. Dabei wurden die Investitionen und der Vorratsaufbau durch den Abbau von flüssigen Mitteln um 614 Mio. € finanziert. Der Rückgang der langfristigen Schulden um 333 Mio. € auf 2.032 Mio. € ist im Wesentlichen durch die Umgliederung der am 8. Dezember 2008 fälligen Wandelanleihe in den Bereich der kurzfristigen Schulden begründet. Der Anstieg der lang- und kurzfristigen übrigen Rückstellungen ist überwiegend auf die erhöhten Altersteilzeitrückstellungen und Rückstellungen für Vorruhestandsregelungen sowie Rückstellungen für Sozialpläne und Rückbaumaßnahmen zurückzuführen, die im Rahmen der Werksschließungen und der notwendigen Anpassung der Kostenstruktur der allgemeinen Verwaltung zu bilden waren.

Die Erhöhung der Nettofinanzschulden auf 1.508 Mio. € ist auf die Investitionen in den Ausbau der Bioethanolkapazitäten und die Working Capital Finanzierungserfordernisse zurückzuführen.

 
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Geschäftsbericht 2007/08
  (.pdf, 2,8 MB)
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2008
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